Artikel getaggt mit ‘schwanz lutschen’
Ist Sex unsexy geworden?
Robert an Michael:
Schau mal, aus einem Innterview in der Vanity Fair. Fand ich ganz nett die Aussage. Fühle mich angesprochen. Tom Ford meint darin:
Manchmal denke ich, dass der Sex vor 150 Jahren viel besser gewesen sein muss, weil es noch keine Bilder gab, die einem gezeigt haben, wie Sex auszusehen hat. Heute haben alle das identische Drehbuch in ihren Köpfen: Erst küssen, dann anfassen, dann lecken oder Schwanz lutschen, und dann geht’s ans Vögeln. Man kopiert diese ewig gleiche Dramaturgie, weil man sie so oft in Filmen gesehen hat, und das führt zu einer langweiligen Wiederholung des immer gleichen Repertoires. Stellen Sie sich doch mal für ein paar Sekunden das Abenteuer vor, wenn zwei Menschen auf eigene Faust entdecken müssten, was Sex für einen selbst und den anderen ist. Vielleicht würden da herrlich perverse Szenarien entstehen, die wir uns gar nicht vorstellen können.
Michael an Robert:
Wen meint Tom Ford? Die Leute, die vor 150 Jahren mit der ganzen Familie das Bett geteilt haben? Denen dürften nicht mal die „ewig (!) gleiche Dramaturgie” vergönnt gewesen sein. Und Bilder hat es immer gegeben, nicht erst seit Altamira. Woher weiß Ford, was „alle” machen und wann sie sich dabei langweilen? Die Intensität von Sex muss nicht bei „herrlich perversen Szenarien” am stärksten sein, das lässt sich nicht abbilden, am wenigsten von Hochglanzfotos. Obwohl sich Ford gegen Bilder ausspricht, fordert er mess- und abbildbaren Sex. Riechst du den Hautgout, wenn Ford von alle/man/wir spricht, statt von sich selbst? Ford schreibt dem Einfluss von Design eine zu große Bedeutung zu, auch im Negativen.
Die afrikanischen Nubas küssen nicht mal
